Blog, Foren, Web 2.0

Alte rechtliche Grundsätze geraten im Web 2.0 schnell an ihre Grenzen, es gibt zahlreiche Fragen: Alle machen mit, aber wer haftet? Sind Blogger für fremde Kommentare veantwortlich? Welche Lieder und Videos darf ich auf Youtube veröffentlichen? Wie gehe ich gegen falsche Aussagen auf Facebook vor?

Ein Kieler Zahnarzt ist mit seiner Klage gegen ein großes Ärzteportal gescheitert. Nach Darstellung des Mediziners hatte jameda positive Bewertungen für seine Praxis entfernt, nachdem er einen Premium-Account gekündigt hatte. Das Münchner Landgericht sah keine ausreichenden Belege für eine willkürliche Löschung: Das Portal hatte schon früher mehrere Rezensionen des Arztes als Fake eingestuft. ... Weiterlesen ...

Zuschauer mehrerer Live-Streams vom Brand der weltberühmten Pariser Kathedrale trauten ihren Augen nicht. YouTube blendete unter den Bildern Informationen aus der Enzyclopedia Britannica ein – und zwar zu den New Yorker Terroranschlägen vom 11. September 2001. Die Google-Tochter entschuldigte sich später für den Fehler und deaktivierte den Algorithmus für die Streams aus der französischen Hauptstadt. ... Weiterlesen ...

Das Marketing mit Instagrammern und YouTubern zahlt sich für Unternehmen aus. Vor allem junge Leute unter 24 Jahren kaufen immer häufiger Marken und Produkte, die sie bei Influencern gesehen haben. Dass für die Empfehlungen Geld oder andere Gegenleistungen gezahlt werden, stört bei ordentlicher Kennzeichnung nicht einmal ein Viertel der Befragten. ... Weiterlesen ...

Nach Cathy Hummels und Vreni Frost musste sich nun auch Instagrammerin Pamela Reif vor Gericht verantworten. Wieder einmal ging es um den Vorwurf der Schleichwerbung, in diesem Fall durch das Verlinken von Unternehmen in sogenannten Tap Tags. Nach Ansicht des Gerichts stellen derartige Beiträge immer eine geschäftliche Handlung dar. ... Weiterlesen ...

YouTube steht in den USA aktuell in der Kritik. Denn: User finden auf der Plattform zahlreiche Videos zum Thema Impfen, die Falschinformationen verbreiten. YouTube hat daher jetzt reagiert. Das Unternehmen testet Maßnahmen, um es Fake News schwerer zu machen. Worauf können sich User einstellen? ... Weiterlesen ...

Immer wieder landen Influencer vor Gericht, weil sie einen bezahlten Post nicht als Werbung gekennzeichnet haben. Die rechtlichen Vorgaben sind dabei mittlerweile klar: Erhalten Influencer für einen Post Geld oder eine andere Gegenleistung, müssen sie diesen als Werbung ausweisen. Was ist aber, wenn Influencer ganz ohne Gegenleistung Werbung für Produkte machen? Der Fall Cathy Hummels wird in diesem Kontext bald für Klarheit sorgen. ... Weiterlesen ...

Rund 30 männliche Vertreter der Pariser Medienszene haben gezielt Redakteurinnen und Bloggerinnen im Internet verfolgt. Die Mitglieder der sogenannten „LOL-Liga“ überzogen ihre Opfer mit Spott, Beleidigungen und obszönen Fotomontagen. Obwohl bereits in der Vergangenheit entsprechende Vorwürfe laut wurden, kommt das Ausmaß der sexistischen Angriffe erst jetzt ans Licht. ... Weiterlesen ...

Eine juristische Auseinandersetzung zwischen Instagrammerin Vreni Frost und dem Verein Sozialer Wettbewerb sorgt seit Monaten für Diskussionsstoff. Nun hat das Berufungsgericht entschieden: Auch wenn Influencer mit ihren Accounts Geld verdienen, ist nicht jeder Markenlink grundsätzlich als Werbung anzusehen. Ausschlaggebend sind die Art des Inhalts und die Umstände der Veröffentlichung. ... Weiterlesen ...

Ein Netflix-Thriller hat zum Jahreswechsel einen fragwürdigen Social-Media-Trend ausgelöst. Wie in dem Horror-Film versuchen Menschen, sich mit verbundenen Augen in ihrem Umfeld zu bewegen. Aufnahmen davon stellen sie ins Internet und motivieren so Nachahmer. Nachdem eine Autofahrerin einen Unfall durch die Bird-Box-Challenge verursacht hat, zieht die Video-Plattform YouTube Konsequenzen. ... Weiterlesen ...

Welchen Einfluss erfundene Meldungen auf den Ausgang der amerikanischen Präsidentschaftswahlen hatten, wird sich wohl nicht mehr feststellen lassen. Wer allerdings damals besonders anfällig für Fake News war, das stellt nun eine neue Universitätsstudie vor. Überraschendes Ergebnis: Geschichten von einschlägig bekannten Webseiten wurden besonders oft von Menschen über 65 geteilt. ... Weiterlesen ...

Seit einem Jahr gilt in Deutschland das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG). Das hat der IT-Verband Bitkom zum Anlass genommen, ein Fazit zu ziehen. Dieses fällt ernüchternd aus. Was bemängelt der Verband? Und wie stuft die Regierung das neue Gesetz nach einem Jahr ein? ... Weiterlesen ...

YouTube, Spotify oder Netflix auf dem Smartphone nutzen, ohne dass davon das Datenvolumen schrumpft – ein Traum für manche Handykunden. Doch sogenannte Zero-Rating-Tarife, bei denen bestimmte Streamingdienste nicht angerechnet werden, sind unzulässig. Mit dieser Entscheidung hat das Verwaltungsgericht Köln einen Eilantrag der Telekom zurückgewiesen. Doch das Unternehmen wird voraussichtlich in die nächsthöhere Instanz gehen. ... Weiterlesen ...

Schon wenige Patientenberichte können das Vertrauen in eine Praxis erhöhen oder infrage stellen. Kein Wunder, dass solche Bewertungen auf einschlägigen Internetseiten immer wieder die Justiz beschäftigen. Das LG Frankenthal ordnete jetzt die Löschung einer vernichtenden Kritik eines Kieferorthopäden an. Für die Richter fehlten jegliche Belege, dass eine medizinische Behandlung überhaupt stattgefunden hatte. ... Weiterlesen ...

Eine Schönheits-OP, ein verlorenes Baby und eine Rufmordkampagne: In einem hollywoodreifen Fall in Düsseldorf soll eine Beauty-Bloggerin einem plastischen Chirurgen gedroht haben, ihn beruflich zu vernichten, wenn sie von ihm nicht 100.000 Euro erhält. Der Fall landete vor dem Amtsgericht (AG) Düsseldorf, das jetzt entschied: Die Bloggerin ist keine Erpresserin. Wie genau kam es zu dem kuriosen Fall? ... Weiterlesen ...

Der Schutz der kulturellen Vielfalt in Europa soll auch bei Streamingdiensten gewährleistet sein: Daher hat das EU-Parlament nun beschlossen, dass künftig mindestens 30 Prozent der Inhalte auf Streaming-Diensten wie Netflix und Amazon Prime Video aus Europa stammen sollen. Der Beschluss muss nun noch durch die EU-Mitgliedsstaaten bestätigt werden – eine Umsetzung erfolgt dann innerhalb von zwei Jahren. ... Weiterlesen ...

Manche Kinder wachsen quasi öffentlich auf oder bewerben vor laufender Kamera Spielzeug. Einige Eltern nutzen ihre Kinder sogar, um Werbeeinnahmen zu erzielen. Doch wie steht es eigentlich um die Persönlichkeitsrechte von Kindern? Dürfen Kinder in sozialen Medien einfach so instrumentalisiert werden? ... Weiterlesen ...

Ein Blogger, der den Namen der Partei Alternative für Deutschland (kurz: AfD) zur Veröffentlichung von kritischen Inhalten nutzte, wurde jetzt vom OLG Köln zur Aufgabe und Löschung der Domain www.wir-sind-afd.de verurteilt: Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Betrieb des Blogs die Namensrechte der Partei verletzt und unzulässigerweise eine Zuordnungsverwirrung hervorruft. In erster Instanz war der Blogbetreiber bereits vor dem Landgericht Köln gescheitert. ... Weiterlesen ...

Google arbeitet aktuell am Aufbau seiner Suchmaschine in China. Das Ziel: 750 Millionen neue Internetuser erreichen. Google muss dafür jedoch eng mit der chinesischen Regierung kooperieren, um eine Suchmaschine auf die Beine zu stellen, die dem Überwachungsstaat gefällt. Worauf können sich Nutzer im Reich der Mitte einstellen? ... Weiterlesen ...

Soldaten sind Mörder, Chinesen sind widerlich, Migration ist Völkermord - solche und ähnliche Vorschläge liefert die weltgrößte Suchmaschine bei der Recherche einzelner Begriffe. Mehrfach wurde der Konzern bereits verklagt, weil seine Autocomplete-Funktion auch die Namen von Personen oder Unternehmen in einen negativen Zusammenhang stellte. Eine neue Studie dokumentiert nun die Diskriminierung von Bevölkerungsgruppen durch die Google-Suche. ... Weiterlesen ...

Ein Nutzer kritisiert in einem Forum die Handlungsweise der Moderatoren. Daraufhin löscht einer der Moderatoren das Konto des Nutzers fristlos. Darf das Forum das im Rahmen seines virtuellen Hausrechts? Das Amtsgericht (AG) Hannover hat kürzlich entschieden: Kostenlose Foren dürfen frei darüber entscheiden, wer auf ihren Seiten diskutiert. Unter welchen Voraussetzungen gilt das? ... Weiterlesen ...

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Autor Sören SiebertSören Siebert ist Rechtsanwalt mit Kanzleien in Berlin und Potsdam.

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