Werbung bei Facebook: Auch hier sind Pflichtangaben Pflicht

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Über Facebook können Händler sehr gut ihre Kunden erreichen. Auf den eigenen Facebook-Seiten wird deshalb oft Werbung platziert. Doch wie immer bei Werbung gilt: Pflichtangaben sind eben Pflicht. In einem aktuellen Fall ging es deswegen jetzt um die Werbung eines Autohauses bei Facebook.

Fahrzeuge über Facebook-Werbung angepriesen

In diesem aktuellen Fall ging es den Facebook-Auftritt eines Autohauses und die Frage, wann ein Post Werbung darstellt. Das Autohaus betrieb eine eigene Facebook-Seite. Nachdem ein User dem Autohaus ein Foto seines neuen Seat geschickt hatte, veröffentlichte das Autohaus das Bild in seiner Galerie.

Der Post in der Galerie zu dem Bild lautete:

„H. de hat ein neues Foto zu dem Album „Fan Galerie“ hinzugefügt (…).
Schon das nächste Fan-Bild... T. S. hat hier seinen SEAT L. … vor dem T. I. in einem tollen Bild festgehalten.
Ganz großes Dankeschön dafür!
Wir wollen mehr J.“

Hiergegen ging aber ein Verein vor. Der Verein argumentierte, dass der Post eine Werbung darstellt und das Autohaus deswegen bestimmte Pflichtangaben hätte dazu schreiben müssen.

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Gericht: Facebook-Post ist Werbung

Das Oberlandesgericht Celle gab dem Verein Recht (01.06.2017, Az. 13 U 15/17). Das Gericht sah in dem Post ebenfalls eine Werbung. Deswegen hätte das Autohaus auch die Informationspflichten nach der PKW-EnVKV (die Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung) erfüllen müssen. Die Pflichtangaben wie zum Beispiel Kraftstoffverbrauch und CO²-Emissionen müssen Händler in den Werbeanzeigen nämlich zwingend mit angegeben.

Der Post war auch als Werbung einzustufen, obwohl dort keine Preise genannt waren. Das Gericht argumentierte hier mit dem Zweck der Facebook-Seite des Autohauses. Diese wird nicht selbstlos betrieben, um den Kunden ein Forum zu geben. Vielmehr geht es darum, für das Autohaus und die Fahrzeuge zu werben. Durch das Posten von Bildern in der Fangalerie und die Kommentierung sollen Kunden für die Autos interessiert und so zu Käufen animiert werden.

Praxis-Tipps:

1.    Werbung kann tückisch sein. Manches, was Sie als Händler in sozialen Netzwerken oder auf Ihrer Website veröffentlichen, kann bereits Werbung sein, auch wenn Sie davon gar nicht ausgehen. Hier drohen dann schnell teure Abmahnungen, wenn Sie die Pflichtangaben für Werbung nicht einhalten.

2.    Pflichtangaben bei Werbung gibt es nicht nur für Autos. Lassen Sie sich hierzu am Besten beraten.

Praxis-Tipp
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Kommentare  
Heiko
+12 # Heiko 31.07.2017, 17:05 Uhr
Was für ein Schwachsinn...
Der "Verein" hat natürlich nur den fairen Wettbewerb im Sinn und nicht die Vereinskasse. Wann macht endlich mal jemand was gegen den ganzen Abmahnschwachsinn in Deutschland? Erste Abmahnung 100 EUR, egal um was es geht. Dann kann damit niemand mehr ruiniert werden. Abzocker und Vereine würden dann verschwinden. Lohnt ja nicht mehr.
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